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Der Freiheit ein Lied

Mit Konzerten „Die stille Jahreszeit“ hat das „Hoffmann-Hammer-Trio“ viele Jahr zur Adventszeit in der vollbesetzten Leinsweiler Sonnenberghalle besinnliche, nachdenkliche und fröhliche Stunden bereitet.

Dieses Mal steht an einem anderen Ort – der Martinskirche – ein anderes Programm auf dem Plan: „Der Freiheit ein Lied“. Unter diesem Motto möchte das Trio daran erinnern, dass Friede und Freiheit im heutigen Europa nicht immer selbstverständlich waren. Revolutionslieder aus 200 Jahren Deutscher Geschichte sind das Thema, aber auch mit aktuellen, selbst komponierten Liedern setzen sie sich mit Problemen unserer Vorfahren und der aktuellen weltlichen Situation auseinander.

Das Geschwisterpaar Inge Hoffmann und Klaus Hammer blickt auf eine lange Bühnenerfahrung zurück und hat sich ein umfangreiches musikalisches Repertoire erarbeitet. Zweistimmiger Gesang und Gitarrenspiel sind das Markenzeichen des Duos und mit ihren Texten möchten sie das Publikum zum Nachdenken und Mitmachen anregen.

Erich Hoffmann moderiert die Programme und gibt ihnen je nach Thema in Pfälzer Mundart seine eigene Note.

 

 

 

 

Lieder von Robert Schumann und Hugo Wolf

Robert Schumann setzte sich intensiv mit Texten von Heinrich Heine auseinander. Der Liederzyklus „Dichterliebe“, den Schumann 1840 komponierte, basiert auf der Gedichtsammlung „Lyrisches Intermezzo“. Er entstand kurz vor seiner Heirat mit Clara Wieck und gilt als Schlüsselwerk der Romantik und Meilenstein der deutschen Kunstliedtradition. 

Der erste Band des „Italienischen Liederbuchs“ Hugo Wolfs entstand 1891, nach Reisen in Italien. Wie bereits das „Spanische Liederbuch“ beruht es auf Übersetzungen von Paul Heyse. Im Vergleich mit der Tiefe und Reichtum der durch religiöse Elemente geprägten Lyrik des „Spanischen Liederbuches“, wirken die Gedichte des Italienischen oft äußerlich, dekorativ, galant, werden eher als leidenschaftlich, gar witzig empfunden. Der Italiener ist eben der geborene Schauspieler!

Achim Silbernagel, von Beruf Winzermeister, wurde von Prof. Heiz Markus Göttsche zum nebenamtlichen Kirchenmusiker ausgebildet. Zudem absolvierte er die Chorleiterausbildung beim pfälzischen Sängerbund. Als Organist, Chorleiter und Tenorsolist ist er vielseitig tätig. 2025 wurde er vom Fachverband der Chorleiter zum Chordirektor ernannt.

Wolfram Müller aus Landau, studierte Schulmusik für Lehramt an Gymnasien in Mainz (1993-1998) mit Hauptfach Klavier bei Prof. Poldi Mildner und Claudia Schellenberger bzw. Schulpraktisches Klavierspiel bei Prof. Bernd Frank. Neben seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer begleitet er regelmäßig Sänger oder Instrumentalisten bei Konzerten in seiner pfälzischen Heimat.

 

 

 

 

J.S. Bach – Goldberg-Variationen

J. S. Bachs Goldberg-Variationen gelten als eines der größten Meisterwerke der Klavierliteratur. Der Zyklus vereint Virtuosität, gedankliche Tiefe und Spielfreude. Besonders im abschließenden „Quodlibet“ tritt Bachs lebensbejahender Humor hervor, wenn er bekannte Melodien seiner Zeit kunstvoll miteinander verbindet.

So wie Bach im 17. Jahrhundert „Den Liebhabern zur Gemüthsergötzung“ komponierte, lässt seine Musik bis heute keinen Zuhörer unberührt.

Die Pianistin Fatjona Maliqi profiliert sich als Solistin mit einer Vorliebe für ungewöhnlich anspruchsvolle Programme und beeindruckt dabei „mit Eindringlichkeit und Finesse“ (Piano News). Für ihre Interpretation der Goldberg-Variationen wurde sie vielfach gewürdigt und war Finalistin der International Rosalyn Tureck Bach Competition in New York. Die aus dem Kosovo stammende Pianistin, die bereits als Jugendliche zahlreiche Preise erringen konnte, ist neben internationalen Soloprogrammen regelmäßig in Klavierkonzerten mit Werken von Beethoven, Chopin, Grieg, Clara Schumann, Saint-Saëns, Rachmaninow, Gershwin und Schostakowitsch sowie in Kammermusikbesetzungen zu hören. Zu den bedeutendsten Werken ihres Solorepertoires zählen Beethovens Diabelli-Variationen, für deren Interpretation sie vielfache Anerkennung erhielt.

Fatjona Maliqi trat bereits in zahlreichen Ländern auf, darunter USA, Pakistan, England und in verschiedenen Ländern Europas, sowie mehrfach in den renommierten WDR3 Campus-Konzerten. Zu den jüngsten Auszeichnungen zählt der „Münster Stella Award Klassik“, der ihre künstlerischen Leistungen und internationalen Erfolge würdigt.

 

 

 

 

Musik am Abend

Die Pianistin Erika le Roux stammt aus Johannesburg, Südafrika, wo sie ihre musikalische Ausbildung erhielt und schon früh bei internationalen Klavierwettbewerben Preise gewann. 1992 war sie Finalistin des von der UNESCO vergebenen Grand Prix Musical Panafricaine.

Seit Mitte der 1990er-Jahre lebt Erika le Roux in Deutschland, das zu ihrer künstlerischen Heimat geworden ist. Hier hat sie sich als vielseitige Pianistin und Liedbegleiterin etabliert und arbeitet mit namhaften Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten zusammen, darunter Mitglieder der Deutschen Oper und der Berliner Philharmoniker. Als Kammermusikerin konzertiert sie u.a. mit der Villa Musica, der Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und dem Philharmonischen Staatsorchesters Mainz.

Ihr Repertoire reicht von klassischem Klavierwerk bis zu anspruchsvoller Kammermusik, das sie mit großer stilistischer Vielfalt und Ausdruckskraft interpretiert. Als virtuose Künstlerin durchdringt sie die Werke zutiefst, spielt aus dem Gedächtnis – oder vielmehr aus dem Herzen – und nimmt ihr Publikum dabei warmherzig und zugewandt mit.

Besonders bemerkenswert sind ihre Konzertreihen „Musik am Mittag“ in Wiesbaden und Landau/Pfalz, die seit Jahren in ungezwungener offener Umgebung stattfinden und so einem breiten Publikum den Zugang zu hochwertiger Musik eröffnen. In Wiesbaden wurde Erika le Roux für diese Reihe, ihr unermüdliches Engagement und ihre lebendige Vermittlung klassischer Musik mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet.

Von Bach bis Gershwin

Die Posaune ist eines der ältesten in allen Tonarten spielbaren Orchesterinstrumente; ihre heutige Form entstand um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete. Im 16.Jahrhundert erfreute sich die Posaune solcher Beliebtheit, dass sie in den verschiedensten Stimmlagen gebaut wurde. Doch schon in den folgenden Jahrhundert beschränkte man sich auf die heute noch üblichen Alt-, Tenor- und Bassinstrumente. Die lange Spieltradition reicht von mittelalterlichen Stadtpfeifern und evangelischen Posaunenchören bis zu modernen Quartetten, und die Posaune eignet sich gleichermaßen für Renaissance- und Barockmusik wie für moderne und populäre Stücke bis hin zum Jazz.

Das Posaunenquartett Opus4 mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Michael Peuker (Posaunist an der Sächsischen Bläserphilharmonie) und Wolfram Kuhnt (Bassposaunist an der Staatskapelle Halle). Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten. Neben originalen Kompositionen aus Renaissance und

Barock stehen auch bearbeitete Werke sowie Ur-und Erstaufführungen von Kompositionen die speziell für dieses Ensemble geschrieben wurden, auf dem Programm. Ein Großteil der Arrangements stammt vom Gründer und Leiter des Ensembles Jörg Richter selbst. Dabei liegt ein Ideal dem Ensemble OPUS 4 besonders am Herzen: der typisch weiche Posaunenklang

Kammerkonzert mit „FagoCellissimo“

Duo Fagocellissima“ – das ist das Ehepaar Rebecca Rust und Friedrich Edelmann. Die amerikanische Cellistin studierte in New York, an der Musikhochschule Köln und in Meisterkursen bei Mstislaw Rostropowitsch. Der deutsche Fagottist Friedrich Edelmann studierte in Kaiserslautern bei Alfred Rinderspacher, bei Milan Turkovic in Wien und war Solofagottist der Münchner Philharmoniker unter den Chefdirigenten Sergiu Celibidache und James Levine.

Als Duo konzertiert „Fagocellissima“ in Amerika, China, Japan, Israel, Nordafrika, Frankreich, Schottland, Tschechien und Deutschland – gerade rechtzeitig zu dem Konzert in Leinsweiler kommen sie von einer längeren Tournee in Amerika zurück. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Kompositionen aus Barock & Klassik (Bach, Haydn, Beethoven) und ausgefallene Werke wie z.B. American Ragtimes, Japanische Lieder, jüdische Hassidische Melodien. Eine Auswahl dieser Vielfalt stellt „Fagocellissima“ in seinem Konzert in Leinsweiler vor.

Fagott und Cello bilden eine ungewöhnliche, sehr reizvolle Besetzung. Bei den Frühjahrskonzerten 2024 erlebten die Besucher, wie diese Kombination in der besonderen Akustik der Martinskirche einen magische Atmosphäre entfaltete.

 

DANZA

Sehr unterhaltsam präsentieren die MusikerInnen von „herbysworld“ hochklassige Musik aus verschiedenen Regionen der Welt. Musikalisch geht es nach Irland – das Land der Feen, Schweden, Frankreich, in den Süden der USA, in die Pampa Argentiniens und natürlich nach Brasilien. Aus Bahia, dem afrikanisch geprägten Teil Brasiliens, bringen sie ein ungewöhnliches Instrument zum Klingen.

Die MusikerInnen verstehen sich als Klangkünstler, die mit Instrumenten und wunderbaren Stimmen sowohl rhythmisch mitreißende als auch berührende Musik präsentieren. Die hohe Qualität der musikalischen Fertigkeiten verleiht den Stücken authentisch ihre besondere Lebendigkeit.

Kopf der Gruppe ist Herby Neumann, bekannt durch seine CD`s mit afrobrasilianischer Musik. Er komponiert viele Lieder im Stile argentinischer und brasilianischer Rhythmen. Er hat Musik und Tanz in Südamerika studiert und verzaubert durch sein stimmungsvolles Gitarrenspiel.

Uli Göpfrich berührt mit ihrer zarten und zugleich ausdrucksstarken Stimme die Herzen der ZuhörerInnen. Ihre Stimme weckt die Sehnsucht nach dem Grün irischer Landschaften.

Sabine Pfeifer, klassisch ausgebildete Klarinettistin und Saxophonistin mit katalanischen Wurzeln, überzeugt mit virtuosem Spiel und Leichtigkeit. Freuen Sie sich auf musikalische Improvisation zwischen Akkordeon und Klarinette.

Mit Präzession und Begeisterung liefert unsere neue Kontrabassistin Maggie Wunder die Grooves für unsere vielseitigen Arrangements. Sie hat im Jazz ihre musikalische Heimat gefunden, darf bei uns aber auch streichen, klopfen und klappern. Ihr ausdrucksstarkes Spiel bereichert die Band.